08 Februar 2010

Q-Tip

Meine Miete verdiene ich mir mit der einen oder anderen Katalog-Produktion. Um es mit Svenson Linnerts Worten zu sagen: „A packshot a day keeps the inkasso-man away!“ Dies erlaubt mir auch von Zeit zu Zeit eine Reise für freie Geschichten zu unternehmen. Eine solche Reise führte mich im Frühjahr 2009 nach New York. Das Ticket war günstig, unterkommen konnte ich bei Freunden. Preiswerter war ein Trip dorthin nicht zu haben.
Ganz ohne Auftrag wollte ich dann aber doch nicht bleiben. Ich rief also in Hamburg bei Dennis und Gizmo an und fragte, ob ich nicht etwas für die Backspin fotografieren könnte. Tatsächlich war Gizmo an einem Thema in New York dran: Q-Tip sollte interviewt und, wenn möglich, fotografiert werden. Einen Interviewer hatte die Backspin bereits. Aber zum Fotografieren konnte ich mich an die Sache dranhängen.

Kurzfristig wurde ein Termin auf Q-Tips Release-Party in einem kleinen Club in Queens bestätigt. „Yes, nicht übel“, schoss es mir durch den Kopf. Ein paar Fotos und ein bisschen auf der Release-Party von „The Renaissance“ mit alle den Hip-Hop-Größen abhängen. Nicht schlecht. Um 19.00 sollte die Sache steigen, gleich nach dem Soundcheck.

Nur: Plötzlich sagte der Interviewer den Termin ab. Scheiße. Was nun? Den Termin wollte ich nicht mehr sausen lassen. Tapfer bot ich mich also als Interviewer an. Zur Vorbereitung telefonierte ich bestimmt 40 Minuten mit Gizmo und kurze Zeit später hatte ich die Fragen für das Interview aufm Zettel - und 148 Euro Roaming-Gebühren auf der Uhr. Was tut man nicht alles für seinen geliebten Hip-Hop?
Pünktlich fand ich mich vor dem Club in Queens ein. Nur reinlassen wollte man mich nicht. Die Anwesenheit eines deutschen Fotografen bzw. Reporters war wohl nicht angemeldet. Nicht das erste Mal. Also harrte ich geduldig vor der Tür aus. Zwei Stunden später durfte ich dann endlich rein. Erhobenen Hauptes gesellte ich mich unter all die Plattenfirmenleute und Q-Tips Homies. Zum Protagonisten vorgelassen wurde ich aber immer noch nicht. Stattdessen ließ man mich eine weitere Stunde warten. Aber dieses Mal wenigstens drinnen, vor der Backstage-Tür. Groupies tun auch nicht anderes, aber mein Gott.

Als ich schließlich den Ort der Begierde betreten durfte, staunte ich nicht schlecht. Auf vielleicht sechs Quadratmetern erstreckte sich ein ranziger, dunkler Backstage-Raum, in dem sehr viele Leute aufgeregt umherliefen. Und mitten drin er, Q-Tip, mit einem Gesicht wie sechs Wochen Schnee und Eis in Hamburg.

Erst die Fotos, dann das Interview, gab man mir zu verstehen. Flugs baute ich einen Blitz auf und legte ich los. 17 Mal durfte ich auf den Auslöser drücken bis plötzlich eine große Hand die Sicht versperrte. Die gehörte Busta Rhymes. Damit war Q-Tips Aufmerksamkeit erst Mal bei Busta. Oh my god. Aber egal. „Hey Busta“, rief ich beherzt, die Chance erkennend. „I am Paul from Germany, i am like a famous photographer, can I take one picture of you and Q-Tip?“ Aber ohne auch nur ansatzweise in meine Richtung zu gucken knurrte er ein tiefes „No“ zurück. Damit war das Shooting vorbei und ein paar große Securities schoben mich dezent aus dem Raum. Das geplante Interview wurde nicht thematisiert.

Ein paar Fotos sind dabei dennoch entstanden. Gizmo schaffte es ein paar Tage später, Q-Tip die Fragen am Telefon zu stellen. Und Busta Rhymes durfte ich dann auch ein paar Tage später fotografieren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Dass auf der Wand, vor der ich Q-Tip fotografierte, „Penis Johnson“ stand, habe ich übrigens erst hinterher gesehen. Ehrlich.

Zur Veranschaulichung der Szenerie hätte ich noch folgendes Video zu bieten:

07 Februar 2010

Sonntagslink



geht heute zu Christian Witkin.

04 Februar 2010

IWC - Film

02 Februar 2010

Bologna ll

Vor uns saß ein deutsches Pärchen, das nach Kenia wollte. Pärchen ist der Begriff für besonders spackige Paare.
Er, Mitte 30, BWL fertig studiert und nun im zweiten Studiengang Medizin studierend, sie Anfang 20, hoffnungsvoll in ihren Weltverbesserer verliebt. Beide in Multifunktionsjacken und mit Sicherheit begeisterte Kite-Boarder. Wie wir waren sie unterwegs in karitativer Mission, brothers in mind sozusagen. Die beiden so vor uns sitzend hatten etwas von “die Auswanderer” live, mit einem Feature von “Exklusiv, die Reportage”.

Während unserer vierstündigen Wartephase im Flugzeug in Hamburg gaben die zwei jede Durchsage des Kapitäns per Telefon an die sieben engsten Freunde und Verwandte weiter, wobei der Wahrheitsgehalt ihrer Schilderungen Anruf für Anruf sank. Beim fünften Anruf war schon von einem Blizzard die Rede. Und von einer Vollsperrung des europäischen Luftraums. Zwei Tage würden sie dadurch verlieren, schließlich hätten sie in Kenia ja noch eine neunstündige Busfahrt vor sich. Natürlich tätigten sie auch drei Anrufe nach Kenia, um ihre Gastgeber zu informieren.
Durchsagen des Kapitäns gab es ungefähr acht, das macht rund 56 Anrufe. Und da deren Freundeskreis noch nicht sonderlich vernetzt zu sein schien kamen die zwei in der Summe auf bestimmt 100.
Mit ordentlich Verspätung landeten wir schließlich in Amsterdam. Selbstverständlich erreichen unsere beiden Entwicklungshelfer ihren Anschlussflug nach Kenia. Nur Ole und ich mussten mit einem Reisebus in ein in eine Autobahnraststätte integriertes Hotel fahren, von wo aus wir nach drei Stunden Schlaf am nächsten Morgen endlich nach Bologna aufbrechen sollten.
Steven Appiah, unser Fußballer, sowie die westafrikanisch aussehenden Kinder waren natürlich überpünktlich im Studio angekommen. Wir hinegegen erreichten den einem Jugendzentrum ähnelden Fotokeller mit zweistündiger Verspätung. Dafür erwies sich wenigstens die Entscheidung, eigenes Licht mitzubringen, als hervorragend. Jedes StudioLineStudio ist da besser ausgestattet, aber nun gut.

Im Schnelldurchlauf fotografierten wir sieben Einstellungen mit und ohne Kinder und der ghanaische Fussballstar kam noch pünktlich zu seinem Mittagslauf mit der Mannschaft. Für uns ging es gleich wieder ab zum Flughafen, wo es dank des Generators und des Ringblitz’ große Sicherheitsproblematiken gab. Letztlich musste das komplette Equipment mitten auf dem Rollfeld noch einmal wieder ausgeräumt werden.
Unseren Anschlussflug nach Hamburg kriegten wir dennoch, nur unser Gepäck offenbar nicht. Darüber freute sich wiederum Ole. Denn so bekamen wir die schweren Koffer zwei Tage später direkt ins Studio nach Norderstedt geliefert, sogar die Treppen wurden die Koffer hochgetragen.

Heute erreichte mich eine Mail von unserem Entwicklungshelfer. Ob ich mir nicht vorstellen könnte, mal eine Reise fotografisch zu begleiten. Er würde für die Flugkosten aufgekommen, es gäbe derzeit günstige Verbindungen über Amsterdam.

Bologna

Im Moment bin ich für ein Konglomerat aus verschiedenen Ministerien und Hilfsorganisationen in karitativer Mission unterwegs. Das heißt, ich fotografiere einige afrikanische Fußballspieler und muss dafür in die jeweiligen europäischen Städte reisen, in denen sie derzeit unter Vertrag stehen. Vergangenen Mittwoch führte diese Aufgabe meinen Freund Ole und mich nach Bologna. Straight outta Norderstedt gings über Amsterdam in den Ursprungsort der Hackfleischsoße.

Eine Fotostadt scheint Bologna übrigens nicht gerade zu sein. Jedenfalls war es ziemlich schwierig, ein Mietstudio aufzutreiben. Licht war quasi unmöglich zu bekommen. Also brachten wir, in weiser Voraussicht, lieber selbst Schirm und Generatoren samt satter Übergepäckgebühr mit, aber nun gut.
Fußballer zu fotografieren ist übrigens immer eine schwierige Sache. Da sind Hip-Hopper deutlich verlässlicher, und das will was heißen.
Schon im Vorfeld wurde der Termin in Bologna zwei Mal verlegt. An sich ja nichts Schlimmes, nur hatte sich die federführende Agentur drei Tage vor dem Shooting überlegt, dass sie gerne afrikanische Kinder mit auf den Bildern haben wollte. Aber bitte westafrikanisch aussehende, keine ostafrikanischen! Tatsächlich schaffte es eine Mailänder Agentur, die gewünschten Kinder über 200 Km unter Missachtung sämtlicher europäischer Kinderarbeitsschutzbestimmungen nach Bologna zu karren. Jetzt mussten also nur noch wir pünktlich zum Shooting kommen.

Pünktlich zum Boarding setzte jedoch der angekündigte heftige Schneefall ein. An Bord konnte ich die peruanische Familie mit ihren beiden druchgehend schreienden Kindern gerade noch ertragen. Ich bin ja selbst Vater. Vor uns saß ein deutsches Pärchen, das nach Kenia wollte.
Fortsetzung folgt!

31 Januar 2010

Sonntagslink





Geht zu Pieter Hugo.

29 Januar 2010

Mein erstes Foto, Teil 2

Schon damals war ich absoluter Realist. Also hatte ich mir kurz vor dem Termin eine neue Camera gekauft. Schließlich stand ich nun in der Tür, durch die hindurchzugehen den Start einer weltweiten Musik-Portrait-Karriere bedeuten würde – so viel war klar. Und so stellte sich damals der Kauf einer der ersten DSLR-Cameras als schlauster Schachzug meiner fotografischen Karriere heraus. Denn: Fotografieren konnte ich damals nicht. So hatte ich wenigstens ein Display, auf dem ich kontrollieren konnte was ich mit diesen beiden Rädchen versucht hatte. Drehte ich das eine, wurde das Bild heller oder dunkler, das andere sorgte für die Schärfe oder Unschärfe. Oder so ähnlich.

Da stand ich dann also in diesem Dunklen Studio, das in einem Raum im Gebäude des DGB untergebracht war, unweit des Hamburger Hauptbahnhofs. Mit tightem Smalltalk versuchte ich, meine Aufregung zu überspielen - mit mäßigem Erfolg, glaube ich. Also begann ich mit dem Shooting. Dabei gab ich dem Homie, er nannte sich Joker oder Joe Care oder so ähnlich, wie wild Anweisungen. Links, rechts unten, oben, so wie ich das im Fernsehen gesehen hatte. Völlig verrückt fand ich damals, das Bild lange zu belichten, zu blitzen, wie auch während der Belichtung zu zoomen. Da entstanden so wilde Effekte.

Um mit meiner Camera noch etwas anzugeben schlug ich vor, zu Saturn zu gehen. Mein damaliges Mekka der Unterhaltungselektronik lag nur ein paar Schritte entfernt. Drinnen wollte ich meine Camera an einen Fernseher anschließen und Joe Care die Fotos präsentieren, so dass er gleich ein paar freigeben konnte.Es klappte. Auf 12 Flatscreens gleichzeitig. War das eine Show.

Am Ende kam tatsächlich ein fotografisches Meisterwerk zu Stande. OK, sagen wir es so: Backspin druckte es. Und auch Joe war mit dem Bild zufrieden. Jedenfalls sagte er das. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der Artikel in der Backspin seinen Karriere-Höhepunkt darstellte. Ich weiß es nicht. In jedem Fall wurde das Foto auf einer halben Seite gedruckt, mit meinem Namen drunter. Und ich durfte meine erste Rechnung stellen, 40 Euro.

Dazu blieb ich Dennis sympathisch. Und das war damals wie gesagt wichtiger als die Beherrschung des Handwerks. So erzählte er mir beim Shooting, dass er zwei Tage später nach Berlin fahren würde, um dort DJ Tomekk zu interviewen. Aufopfernd wie ich war bot ich an, ihn auf eigene Kosten zu begleiten. Dennis warnte mich noch, dass der Termin als reiner Interview-Termin angesetzt war. Er hatte keine Ahnung, ob DJ Tomekk einem spontanen Fototermin zustimmen würde. Wir mussten also auf den nie zu unterschätzenden Sympathie-Faktor hoffen. Tatsächlich ließ Tomekk zu, dass ich ihn fotografierte und es wurde ein sehr lehrreicher Nachmittag auf den Dächern Berlins. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch an anderes Mal erzählen werde.

28 Januar 2010

IWC - Monaco





Mit großem Stolz darf ich endlich auf meine Seite verlinken, unter Sport gibts die Segel-Geschichte für IWC.
Post: Studio PR

PS: Heute abend bei friday rewind vorbei schauen!

26 Januar 2010

Mein erstes Foto

Ein wirklich erstes Foto gibt es in meinem Leben nicht. Mein Vater war Arzt und, wie das bei Ärzten oft so ist, leidenschaftlicher Hobbyfotograf. So lagen bei uns auch immer irgendwelche Kameras herum, mit denen ich so einiges festzuhalten versucht hatte – vom Skirennen über Rollerblade-Tricks bis hin zu Hip-Hop-Mixtape-Covern.

Aufgewachsen bin ich in Heidelberg, „Stadt der Dichter, Denker und Philosophen“, um es mit den Worten von AC zu sagen. Schließlich bin ich im Neckar-Tal mit Hip-Hop groß geworden. Zumindest körperlich. Meine Karriere als reichlich unbegabter Sprayer („Rick“) jedenfalls hatte ich nach einem kurzen, schmerzvollen Kontakt mit der Polizei beendet. Auch meine DJ-Karriere („DJ Rick“) erhielt bald einen ordentlichen Dämpfer: Auf einer Party hatte ich sage und schreibe NULL zahlende Gäste. Also beschloss ich, Hip-Hop-Fotos zu machen.

Mein erstes gedrucktes Foto war dann auch gleich ein Plakat für den extrem erfolgreichen Klamottenhersteller MUCHO. Mein Werk nenne ich heute „ISCHEN AM POOL“, ein echtes Hip-Hop-Motiv eben. Die zwei Mädels auf dem Foto waren die Freundinnen der Mucho-Macher, das männliche Model der kleine Bruder. Homie-Style. Nicht von schlechten Eltern hingegen war die Location, die ich durch einen Freund klargemacht hatte: ein eindrucksvolles Haus in bester Heidelberger Lage.
Bewohnt wurde das vom Vorstand eines führenden Pharma-Konzerns. Und der freilich fand es wenig lustig, als auf einmal Tanga-Ärsche auf seinem Balkon wackelten. Aber that´s Hip-Hop. Kurzzeitig kam ich mir vor wie Mister Mix von der 2Live Crew aus Florida und nicht wie DJ Rick aus Heidelberg.

Weniger glamourös war die Bezahlung. Statt Geld bekam ich ein paar Mucho-Klamotten. Immerhin. Meine Mutter befand die Sachen als „sehr gut genäht“. Über die Glitzerornamente und die großen Mucho-Kingstylez-Schriftzüge sah sie wohlwollend hinweg.
Zu meiner Freude wurden diverse Plakate mit den Fotos gedruckt. Doch da Mucho kurz darauf in die Insolvenz ging und auch der Druck der Plakate nie bezahlt wurde, blieb das Plakat, das ich mir in meine Küche gehängt hatte, das einzige, das ich je hängen sah.

Zum Glück hatte ich damals über die Eltern eines anderen Freundes auch den Druck der Plakate organisiert. Bezahlt wurden sie wie gesagt nie. That´s Hip Hop.



Natürlich ließ ich mich von schlechten Erfahrungen dieser Art nicht unterkriegen. Und wie so oft im Leben brachte mich das Glück ein Stück weiter in Richtung erstes Foto für Geld.

Zu dieser Zeit, um 2001, war ich oft mit dem ICE unterwegs. Ich fuhr aus meiner neuen Heimat Hamburg in die alte nach Heidelberg, hin und zurück, zurück und hin. Eines Tages, Flo und ich saßen wie immer in Wagen 2, dem Ruhe-Wagen der ICEs, betrat Dennis, Redakteur des Hip-Hop-Magazins Backspin, den Wagon. Er wollte zum Rauchen in Wagen 1 und blieb bei uns am Tisch stehen. Wir waren uns vorher schon einmal begegnet, erkannten uns wieder, er setzte sich zu uns und wir verstanden uns auf Anhieb. Und da Sympathie damals mehr zählte als Qualität, schickte er mich eine Woche später tatsächlich in ein dunkles Hamburger Hinterhof-Musik-Studio, um einen Rapper für mein erstes bezahltes Foto in der Backspin zu fotografieren.
Fortsetzung folgt.

24 Januar 2010

Diana Scheunemann



Heute gehts zur wunderbaren Diana Scheunemann.

19 Januar 2010

Studio PR - ein Portrait

















eine Hommage an Olaf Blecker.

17 Januar 2010

Meine Freunde,
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, bin ich gerne erster. Eigentlich war ich das auch schon immer. Sonst würde es mich ja gar nicht geben.

Aber genug der Prahlerei.

Wobei: Erster war ich auch mit meiner Weihnachtsfeier 2009. Die fand nämlich nicht im Dezember statt sondern im November. Und weil ich ja gerne zeige, was bei mir so los ist – sonst hätte ich ja auch im Leben nicht diese ganzen Life-Of-Paul-Filmchen gepostet – lud ich nicht in mein Studio in Norderstedt, was ja eh schon alle kennen, sondern auf mein: Hausboot im Hamburger Hafen. Das ist etwas hipper als Dirty Down Nordertown. Die Luftlinie zur Schanze jedenfalls konnte ich so schon mal halbieren.

Und weil mein Jahr, schließlich war, bin und bleib ich erster, entsprechend war, konnten sich meine Gäste so richtig schön dekadent mit einer Barkasse von den Landungsbrücken abholen und zur Party schippern lassen. Dort erwartete ich sie mit mehr Vodka als Boris Jelzin in seiner Bar stehen hat. Und man weiß: der Mann hat immer einiges auf Lager.
Dazu sorgte eine russische Band für die feierliche Folklore.
Und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, zu späterer Stunde im Santa-Kostüm selbst noch ein paar MP3s auf die Platten zu legen, bevor dann doch die Assotos zeigten, dass zumindest diese Decks bei ihnen deutlich besser aufgehoben sind.

Wer irgendwann genug Vodka, Schinken, russische Folklore und Assoto-Tunes getankt hatte, konnte sich von einem Shuttlebus zurück in die Stadt fahren lassen. Taxifahrer hätten den Liegeplatz meines Hausboots wahrscheinlich eh nicht gefunden. Und wenn, wären sie so schlecht gelaunt bei uns angekommen, dass sie meinen Praktikanten, der den Shuttlebus zur Freude aller anwesenden so schön vollgekotzt hatte, wahrscheinlich gelyncht hätten, wäre das bei Ihnen in der Droschke passiert. „Taxifahrer tötet Fahrgast - Verkehrte Welt in Hamburg“ hätte die Mopo am nächsten Montag womöglich getitelt. Wenigstens wäre die Elbe zum Versenken der Leiche in der Nähe gewesen...

Apropos Versenken: Das hätte ich auch gerne mit diesen ganzen bescheuerten Weihnachtsgrüßen getan, die mich via Facebook und auf anderen digitalen Wegen erreichten. Freunde. Bitte. Das nächste Mal gebt euch etwas mehr Mühe. Als Beispiel hier die Grußkarte, die ich 2008 verschickt habe. Die analoge Familie in der digitalen Welt...
Oder nehmt euch ein Beispiel an Casper, der mir diesen Weihnachtsgruß von unserem Auftritt hier schickte.
Und wo wir gerade bei den Links sind: Hier noch der Directors-Cut von „Neue Nikes“ mit Scheiß-Hansa-Rostock-Marteria:



Und bevor ich es vergesse: Habe ich euch schon von meiner ersten Ausstellung erzählt? Nein? Gut. Das war nämlich so: Bei meinem Kumpels von Play Hamburg in der Schanze waren ein paar Prints von Fotos zu sehen, die ich im Frühjahr 2009 mit Olaf in Südafrika geschossen hatte. Es kamen sogar ein paar Leute zu unserer „Werkschau zeitgenössischer Fotografie“, die nicht finanziell von mir abhängig waren. Nicht übel, wa? War auch alles schön friedlich an diesem Abend auf der Ausstellung. Da sollen andere Fotografen ja schon anderes erlebt haben.

Deutlich heikler war hingegen das Shooting in Südafrika. Das hatten wir in Atlantis gemacht, in der Nähe von Kapstadt. Mit unserem Produktioner sind Olaf und ich in das Viertel, sprachen mit den Leuten und ab die Post. Noch nie hatte ich in meinem Leben so viel Schiss wie da. Kaum auszudenken was hätte passieren können, wäre die Stimmung gekippt. In wenigen Minuten waren da mehr als 100 Menschen um uns herum versammelt, viele komplett auf Droge, Fluchtmöglichkeiten hätte es für uns und unser Equipment auch keine gegeben. Aber glücklicherweise ging alles gut und es entstanden ein paar schöne Bilder. Dank an dieser Stelle auch an Til Schlenker von Primate Postproduction, der die, na was wohl?, übernahm. Chapeau.








So weit, so gut, das war es erst Mal mit Neuem aus dem Leben des Paul. Als zweite Neuerung gibts rechts oben ein Daily Picture, ratet mal was sich dahinter versteckt. Das nächste Mal erzähle ich euch von meiner Silvester-Party. Da ging es nämlich ebenfalls russisch zu. Meine Weihnachtsfeier hat mich nämlich auf den Geschmack gebracht. Nur war ich da nicht Gastgeber, sondern Gast. Und Boris Jelzin stand an der Bar. Mit mehr Vodka hinterm Tresen als ich auf meinem Hausboot überhaupt unterbringen kann. Man kann eben nicht auch noch bester sein. Nur erster. Oder hat hier schon jemand mit Boris Silvester gefeiert? Bitte.

Urs Wyss






Da ich gerade eingeschneit in den französischen Alpen rumhänge gehts zum Schweizer Fotografen Urs Wyss

10 Januar 2010

Landscape



Ich habe einen neuen Menü-Punkt auf meiner Seite, hinter dem sich Landschaften verbergen. Ich hoffe es gefällt!

Kaesefondue




Gestern gabs Käsefondue mit Svenson, Thomas und Peter, alle drei einen Besuch wert!Link

03 Januar 2010

Peter Hönnemann




Heute gehts zu einem der Großmeister der Portrait-Fotografie!

28 Dezember 2009

Sonntagslink No 53 in 2009




geht an die beiden Kölner Fotografen Simon Dirsing und Thomas Schorn, die sich als ISO 25 zusammen getan haben.

20 Dezember 2009

Andreas Chudowski



Heute gehts zu einem Nachwuchsfotografen aus Berlin, Andreas Chudwoski.

17 Dezember 2009

Conleys

Die ersten Ergebnisse aus Sardinien sind da, nicht ohne Stolz darf ich sogar das Cover präsentieren, auf dem ich mich auch verewigt habe....






15 Dezember 2009

Afrika



Am Freitag gibts nen Bier bei Play, an der Wand hängen 5 Bilder von Olaf und mir, über Besuch freuen wir uns!